Nun schreibt endlich auch mal der Tagesspiegel (Paywall) was mich schon seit Jahren an den Berliner S- und U-Bahnen stören:
Wenn man an sein Ziel kommen will, gibt es kein Entrinnen. Die Zahl der Bettler in öffentlichen Verkehrsmitteln wird augenscheinlich größer, auch weil Angehörige von professionell bettelnden Banden dazu kommen. Für Menschen, denen es wirklich schlecht geht, bräuchte es vielleicht noch mehr Hinweise auf existierende Hilfsangebote. Sicher, man gönnt den Menschen den warmen Aufenthaltsort. Aber man möchte nicht bedrängt werden, nicht psychisch und erst recht nicht physisch.
Ditto über die unmusikalischen Musikanten:
Auch sie setzen den oft unfreiwilligen Zuhörern immer mehr zu. Warum sollte man zahlen, nur weil irgendwelche wilden Blechbläser mit ihrem Ghettoblaster im Hintergrund, gerade ein gutes Gespräch unterbrochen haben?
Etwas Abhilfe schaffen für mich (in-ear) Kopfhörer. Aber das wird auch gerne (oder wenn ich im Kindle lese) von aggressiven Bettlern ignoriert, die sich vorwurfsvoll aufbauen. Dann gibt es halt den Stinkefinger und/oder ein „Verpiss Dich“. Je mehr mich jemand belästigt, desto unfreundlicher werde ich. Wie schon Newton erkannte: Actio = Reactio.
Ich möchte nicht bedrängt werden: Betteln in Berlins Bahnen ist verboten – dann setzt das auch durch!
In öffentlichen Verkehrsmitteln darf nicht gebettelt werden. Durchgesetzt werden die Vorschriften nicht. Aggressiven Schnorrern gibt das Rückenwind.